Prüfung (für 3- und 4-adrige Lambdasonden)

Geeignete Messgeräte, wie zum Beispiel Multimeter (V-, A-, W-Messgerät) oder den Motortester verwenden.
Bei neuen Systemen können die wichtigsten Werte mit den Bosch-Testern der KTS- oder FSA-Reihe über die Eigendiagnose erfasst werden.

 

Hinweise für die Fehlersuche
Vor dem Ausbauen der Lambdasonde zuerst messen und prüfen. Der Motor muss betriebswarm sein.

 

 

Fehlerlampe überprüfen
(OBD: On-Board-Diagnose)

Eine defekte Lambdasonde kann zum Aufleuchten der OBD-Lampe führen.

Fehlerspeicher auslesen

Tester (zum Beispiel KTS 520, 540, 550, 570, 650, FSA 740) oder Blinkcode verwenden.

Sichtprüfung durchführen
(in eingebautem Zustand)

Betroffen sind Steckverbindung, Leitung, Lambdasonde.

Abgasanlage und Ansaugsystem
auf Dichtheit prüfen

Insbesondere den Bereich zwischen Motor und Lambdasonde. Zusätzlich eindringende Luft führt zu falschen Signalen der Lambdasonde.

Leitungen prüfen

Leitungen auf Unterbrechung, Plus- oder Masseschluss prüfen.

Prüfung durchführen

Diagnosetester, wie zum Beispiel Lambdaregelungstester oder Motortester, anschließen.

Prüfung der Lambdasonde
Falls obige Fehlersuche erfolglos.

Prüfpunkte

Maßnahmen bei Abweichung

Zu beachten

Messen der Referenzspannung
Richtwerte:
400...500 mV

Steuergerät/Elektrik prüfen

Messung an der getrennten Steckverbindung steuergeräteseitig durchführen.

Messen der Frequenz des Lambdasonden­signals
Richtwerte im Leerlauf:
> 0,5 Hz
   (Periode < 2 sec)

Lambdasonde austauschen

Steckverbindungen schließen. Die Frequenz der Sondensignalspannung erhöht sich mit steigender Motordrehzahl. Hierzu kann auch ein Lambdaregelungs­tester verwendet werden.

Messen des Heizwiderstandes
falls > 30 Ohm

Lambdasonde austauschen

Bei getrennter Steckverbindung sondenseitig an den weißen Leitungen messen.

Messen der Heizspannung
Richtwerte:
10 – 14,5 V

Steuergerät/Elektrik prüfen

Es kann keine Heizspannung gemessen werden, wenn in modernen Systemen die Lambdasondenheizung aufgrund erreichter Lambdasondenbetriebs­temperatur abgeschaltet wird.

Messen der Sondenspannung
Richtwerte bei warmem Motor:
Fettwerte > 0,6 V
Magerwerte < 0,4 V

Lambdasonde austauschen

Messung an der schwarzen und grauen Leitung (bei 4-adrigen Sonden) bzw. an der schwarzen Leitung (bei 3-adrigen Sonden) und dem Gehäuse durchführen.

Ausbau und Einbau
Bei der Arbeit mit Lambdasonden empfehlen wir fahrzeugspezifische Fehlersuchanleitungen.

 

 

Montagewerkzeug

Offenen Ringschlüssel 22 mm oder Werkzeugadapter verwenden.

Anziehdrehmoment

40...60 Nm mit Drehmomentschlüssel überwachen.

Wiedereinbau der Sonde

Das Gewinde mit geeigneter Montagepaste einfetten. Achtung: Paste darf nicht auf das Schutzrohr gelangen.

Einbau einer neuen Sonde

Bosch-Lambdasonden werden mit bereits gefettetem Gewinde und Schutzkappe ausgeliefert. Die Schutzkappe erst unmittelbar vor Einbau entfernen.

Montagehinweise

  • Beim Montieren/Einschrauben der Sonde darf der Kabelbaum nicht verdreht werden. Starkes Ziehen am Kabel und am Stecker ist zu vermeiden.
  • Sonden mit verschmutztem oder beschädigtem Stecker dürfen nicht verwendet werden.
  • Die Sauberkeit im Inneren der Steckverbindung ist für die Funktion der Lambdasonde extrem wichtig. Schon daher muss der Stecker vor jeglicher Art von Verschmutzung geschützt werden.
  • Ein zu langes Anschlusskabel mit Kabelbindern zu einer Schleife verlegen.

Wichtige Hinweise

Zum Schutz der Lambdasonde

  • Nur unverbleiten Kraftstoff ohne Zusätze tanken.
  • Fahrzeug regelmäßig warten.
  • Fahrzeug im Bedarfsfall nur mit Starthilfekabel fremdstarten, da bei Anschieben unverbrannter Kraftstoff in die Abgasanlage kommen kann.
  • Motoröl nicht über Maximalmarke auf dem Ölmessstab einfüllen.
  • Prüf- und Wechselintervalle einhalten: Lambdasonde regelmäßig alle 30 000 km überprüfen und bei den von Bosch empfohlenen Wechselintervallen austauschen. Die empfohlenen Prüf- und Wechselintervalle finden Sie in ESI[tronic], Tecdoc und in den Katalogen.